BLOG

Gefiltert nach Kategorie Finanzmarkt / Financial Markets Filter zurücksetzen

Schweizer Nebenwerte

Grosse Performanceunterschiede im Aktienmarkt Schweiz

Je nach Kapitalsierungssegment sind Performanceabweichungen untypisch gross

Das abgelaufene Quartal war für Aktienanleger, die schwergewichtig in Schweizer Titel engagiert sind, ein sehr gutes Quartal. Der Blue-Chip-Index SMI hat seit Jahresende 2018 mehr als 13% zugelegt, die 80 mittelkapitalisierten Werte, repräsentiert durch den SPI Mid Cap Index, realisierten mit mehr als 13% fast die gleiche Performance. Weit abgeschlagen stehen die kleinkapitalisierten Unternehmen, die im Index SPI Small zusammengefasst werden: Die 113 Nebenwerte haben seit dem 31. Dezember des vergangenen Jahres auf aggregierter Basis (inkl. Dividende) nur gerade 3.87% zulegen können: eine Performance-Differenz von fast 10%. Seit Januar 2018, dem Höchststand des SPI Small Cap Index sieht die Bilanz noch düsterer aus. Die kleinkapitalisierten Werte verlieren 16.5%, die mittelkapitalisierten Werte verlieren 6.4% und die grosskapitalisierten Werte gewinnen 6.28%. Eine Performance-Differenz von gross zu klein von mehr als 20%.

Die Schweizer Nebenwerte, zusammengefasst im SPIex Index, haben seit anfangs Juli 2013 bis Ende Juli 2018 eine einmalige Periode der Outperformance erlebt. Relativ zum SMI, resultierte eine Mehrperformance von fast 70% oder annualisiert 9%. Dass hier eine Korrekturphase eintritt, erstaunt nicht wirklich.

Anders verhält es sich aber bei der relativen Performance der mittel- («SMCI») und den kleinkapitalisierten Werten («SPI19»). Diese verhalten sich über längere Perioden sehr ähnlich, wobei langfristig die kleinkapitalisierten Werte eine geringfügig bessere Performance aufweisen. Ein Umstand, welcher seit der letzten Finanzkrise so nicht mehr stimmt.

Schweizer Nebenwerte

Aktien Schweiz als Substitute für Eidgenossen?

Eidgenossen vernichten über die nächsten 10 Jahre mit Garantie Kapital

Bundesobligationen mit 10 Jahren Laufzeit (im Finanzjargon Eidgenossen genannt) haben zum Jahresende 2018 eine Rendite auf Verfall von minus 0.3%. Für CHF 100, welche ich heute in diese Anleihe investiere, werde ich in 10 Jahren 97 Schweizerfranken erhalten. Hierbei ist nicht einmal die Inflation berücksichtigt, welche sich typischerweise im Bereich von 1 bis 2% bewegt. Diese nominelle und reale Kapitalvernichtung wir im europäischen Kontext mit gutem Grund als finanzielle Repression der Zentralbanken bezeichnet.

Die Schweizer Standardwerte, repräsentiert durch den SMI, haben eine Dividendenrendite von 3.6% (letzte 12 Monate); dies bei einem erwarteten Dividendenwachstum gemäss Analystenschätzungen (Quelle: Bloomberg) von 10%. Für 100 Franken, investiert in den SMI, kann ich im ersten Jahr einen Ertrag von CHF 3.60 erwarten, im nächsten Jahr sollten dies dann bereits CHF 3.96 sein, usw. Wenn die Dividenden wirklich um hohe 10% p.a. wachsen würden, so erhielten wir über 10 Jahre CHF 57 an Dividenden, bei einem Wachstum von 5% immer noch CHF 45 und bei einem Null-Wachstum CHF 36.-.

Aktien Schweiz als Substitute für Eidgenossen?

Schwellenländer sind günstig; sind sie schon günstig genug?

Schwellenländeraktien sind sehr attraktiv bewertet

Die im Februar 2018 begonnene und sich im April beschleunigte Rallye des Dollars hat sich im 2018 wie eine Abrissbirne durch die Schwellenländer geschlagen und ein Bild der Zerstörung hinterlassen. Die Krisen in Argentinien und der Türkei wurde dadurch ausgelöst und viele ausländische Investoren ergriffen die Flucht.

Der Abwärtsdruck nahm zusätzlich zu, als der chinesische Yuan abwertete, was in der Folge zu schwachen Aktienmärkten in Asien führte. Volkswirtschaften wie Indien und Indonesien litten unter den weltweit gestiegenen Ölpreisen und dem USD doppelt.

Vieles hängt von der zukünftigen Entwicklung des US Dollars ab. Die Wirtschaft in Amerika zeigt Zeichen einer Verlangsamung und die Kommentare des Fed lassen erahnen, dass der Zyklus der Zinserhöhungen nach weiteren 25 oder 50 Basispunkten zu Ende gehen könnte. Es ist problemlos vorstellbar, dass das US-Fed, sollten die Ängste der Marktteilnehmer wieder aufflammen, mit weiteren Zinserhöhungen pausiert.

Die unmittelbare Sorge der Schwellenländer, die in der Regel stärker exportabhängig sind als die Industrienationen, sind die Folgen eines Handelskrieges.

Schwellenländer sind günstig; sind sie schon günstig genug?

Benachrichtigung

Benachrichtigung bei neuen Blog-Artikeln

Hier finden Sie unsere Datenschutzhinweise.