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Traktat über Bitcoin

Wer in Bitcoin investiert, ist selber Schuld

Die Preisbewegung von Bitcoin seit Anfang Jahr liegt bei über 1000%. In dem Vergleich dazu sehen andere spekulativ überhöhte Marktpreisbewegungen wie Waisenkinder aus. Die Grafik zeigt den Preisverlauf von Bitcoin in den ersten 11 Monaten 2017. Dagegen werden die Preisverläufe von diversen spekulativen Übertreibungen (Blasen) über 10 Jahre aufgezeigt:

  • Aktienblase Japan (Topix Index)
  • TMT-Blase USA (Nasdaq Index)
  • Subprime-Immobilienblase USA (Case-Schiller Index)
  • Goldpreis zum Vergleich

 

Bei einer Jahresrendite von 1000% würde es nicht lange gehen, bis der Wert von Bitcoin einer grossen Stadt, einer Provinz, eines Landes, eines Kontinentes, der gesamten Erde und schliesslich der Anzahl der Atome in dem Universum entspricht.

Bitcoin wird nie und nimmer ein Geldersatz sein:

  • Es taugt nicht als Tausch-/ Zahlungsmittel
  • Es taugt nicht als Recheneinheit
  • Es taugt nicht für die Wertaufbewahrung

 

Der mediale Hype bringt so manchen in Versuchung: wenn alle davon reden, dann muss doch etwas dahinterstehen? Nein, muss es nicht. Es ist müssig, hier auf Lemminge zu verweisen ...

Aber Finanzdienstleister bringen doch Anlageprodukte auf den Markt, also steckt doch etwas dahinter? Selbstverständlich: man kann damit Kommissionen und Margen verdienen; das sagt aber nichts über Nutzen und Sinnhaftigkeit von Bitcoin aus. Die richtige Frage in diesem Kontext lautet: würden dieselben Finanzdienstleister Bitcoin in der Verwaltung ihrer eigenen Pensionskassenvermögen einsetzen? Natürlich nicht.

Der Versuch Bitcoin anders als eine Spekulationsblase zu deuten, ist angesichts des senkrechten Kurvenverlaufs eine offensichtliche Zeitverschwendung. Basta.


Aktien Europa weiterhin attraktiv

Aufwärtsrevisionen der Gewinnschätzungen in Europa

 

Die Finanz und Wirtschaft hat in der Samstagausgabe vom 24. Juni ein paar Kurzinterviews zur aktuellen Marktsituation publiziert. Meinen Beitrag zu europäischen Aktien möchte ich hier zitieren:

 

Der Absturz des Citi Economic Surprise Index USA zeige, dass die US-Wirtschaftsdaten seit Mitte April die Erwartungen sehr oft verfehlen, erläutert Martin Schlatter. In Europa entwickle sich dagegen vieles sehr positiv. Wenn die Analysten die Gewinnschätzungen für die europäischen Unternehmen überarbeiten, werden in rund 50% der Fälle Revisionen nach oben vorgenommen. Das ist ein historisch hoher Wert (vgl. auch Grafik). Wenn der Himmel wolkenlos sei, müssten sich zyklische Titel eindeutig besser entwickeln als defensive, sagt Schlatter. «Dem ist nicht eindeutig so.» Grundsätzlich laufen Zykliker aber gut. Bei Swiss Rock Asset Management hat man denn auch festgestellt, dass das Interesse der Investoren für Industrie- und Bauwerte deutlich höher ist als vor einem Jahr. Schlatter sagt, solche Titel seien in den Swiss-Rock-Portfolios zurzeit übergewichtet, in Erwartung, dass sie von einem Wachstumsschub in Europa profitieren werden. Zu den bevorzugten Anlagen gehören Kardex, Bobst oder Carlo Gavazzi aus dem Industriesektor sowie Sika und Forbo aus dem Bausektor. Schlatter findet auch Gefallen an den Luxusgüteraktien wie Richemont und Swatch Group, zumal deren Bewertung nicht übertrieben hoch sei. Aufgefallen ist ihm, dass Titel mit hohen Dividendenrenditen, die als Ersatz für Anleihen gelten können, schlechter laufen. Er sieht es als ein erstes Anzeichen, dass der Markt mit Zinserhöhungen rechnet, und meidet diese Titel.


Frankreich hat gewählt

Frankreichs neuer Präsident Macron fängt seine Regierungszeit mit einer absoluten Parlaments-Mehrheit seiner Partei La République en marche über 310 von 577 Sitzen an. Diese Wahl ist ihm und den Franzosen zu gönnen. Die Erwartungen sind hoch; die Herausforderungen immens.

Frankreich ist von einem starken Zentralismus geprägt, im Gegensatz zu eher föderalistischen Strukturen in Deutschland oder gar der Schweiz. Macron ist ein Enarch, also ein Absolvent der politischen Kaderschmiede École National d'Administration ENA.

Frankreich hat gewählt

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