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Laffer Kurve

Weder Geschichte noch Wirtschaftsforschung belegen die These sich selbst finanzierender Steuersenkungen *

Präsident Donald Trump hat letzten Monat Arthur Laffer – den Vater der Laffer Kurve und Patenonkel der angebotsorientierten Wirtschaftspolitik – mit der «Medal of Freedom», der höchst möglichen Ehrung von Zivilisten ausgezeichnet.

Nur wenige Ökonomen haben die Freiheits-Medaille des Präsidenten erhalten. Die meisten von ihnen konnten auch mit einem Nobelpreis für Wirtschaft aufwarten und – im Gegensatz zu Laffer – wurden alle für ihre umfangreichen, herausragenden akademischen Leistungen oder den öffentlichen Dienst gewürdigt.

Laffer Kurve

Boxenstopp für den "Twitterer-in-Chief"

Verbraucher, nicht Ausländer, zahlen die Trump-Tarife

i Der Potus («President of the United States») liefert uns viele ikonische Zitate, die wohl jahrzehntelang in Geschichten und Lehrbüchern wiederholt werden. Nicht weil sie gut sind, sondern weil sie sehr klare Beispiele für schlechte Ideen sind. In der Wirtschaft ist es die häufig gehörte These "Handelskriege sind gut und leicht zu gewinnen". Auf dem zweiten Platz steht seine Aussage, dass er ein «Tariff Man» sei, verbunden mit der Behauptung, dass Ausländer die Tarife zahlen, die der Potus eingeführt hat.

Das schöne am letzteren Anspruch besteht darin, dass die Aussage mit Daten überprüft werden kann. In unserem Blogbeitrag vom April 2018 haben wir auf ökonomisch erwartete Konsequenzen von Handelstarifen auf ausländische Güter (bspw. Importzölle auf Stahl) hingewiesen. Jetzt können wir anhand erster Daten die realen Auswirkungen einschätzen.

Im 2018 hat der Potus Zölle auf etwa 12 Prozent der gesamten US-Importe eingeführt. Jüngst haben Ökonomen aus Kolumbien, Princeton und der New Yorker Federal Reserve einen Artikel mit dem Titel "The impact of the 2018 trade war on U.S. prices and welfare" publiziert, welcher detaillierte Importdaten verwendete, um die Auswirkungen der Zölle zu bewerten. Ihre Konklusion: Die Ausländer zahlten keine der (erhöhten Tarif-) Rechnungen; US-Unternehmen und Verbraucher zahlten alles. Und die (bedingt durch höhere Importpreise) Verluste der US-Verbraucher überstiegen die Einnahmen aus den neuen Tarifen, so dass die Tarife insgesamt die wirtschaftliche Situation der Amerikaner schlechter machten.

Wie sind diese Ökonomen zu ihrem Ergebnis gekommen?

Boxenstopp für den "Twitterer-in-Chief"

Handelszwist USA - China

Handelskrieg der Sparer: Economics 101

Der Handelskrieg der USA mit dem Rest der Welt, aber insbesondere mit seinen grössten Handelspartnern China und der europäischen Union, macht täglich neue Schlagzeilen. Aus anfänglichen Beschuldigungen aller Seiten hat sich ein ernsthafter Konflikt entwickelt. Im Gegensatz zu den Aussagen der US Regierung konstatieren namhafte Ökonomen wie Stephen Roach (ehem. Chefökonom von Morgan Stanley, lehrt heute in Yale), dass die Probleme der USA durch neue Bedingungen des internationalen Handels nicht zu beseitigen sind. Sie sind weitgehend das Ergebnis makroökonomischer Ungleichgewichte, von denen beide Seiten betroffen sind: China spart zu viel und die USA zu wenig. Diese Sparunterschiede führen zu multilateralen Handelsungleichgewichten, die nicht durch bilaterale Anstrengungen ausgeglichen werden können.

Handelszwist USA - China

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