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Immigration und Handel

Immigration und Handel

John Cochrane (Hoover Institution) nimmt Stellung:

(eigene Übersetzung aus dem Englischen)

Frage: Was ist ein einfacher Weg die Immigration in die USA zu reduzieren (wenn das das Ziel sein sollte)?

Antwort: Durch Erwerb der Produkte, die in den jeweiligen Ländern produziert werden. Wenn migrationswillige Menschen zu Hause ihr Leben verdienen können, dann ist es weniger wahrscheinlich, dass sie ihr Glück im Ausland suchen.

Frage: Verlieren wir dadurch nicht Jobs?

Antwort: Wenn ausländische Produkte gekauft und dafür Dollar bezahlt werden, was passiert wohl mit diesen Dollars? Es gibt letztlich nur eine Verwendung für dieses Geld: Kauf von amerikanischen Gütern, Investitionen in US-Firmen oder der Erwerb von amerikanischen Regierungsanleihen, was wiederum bedeutet, dass die US-Regierung dieses Geld ausgibt.

Frage: Und wie steht es mit den Jobs die dadurch ins Ausland gehen?

Antwort: Ein Teil der Jobs wird in das Ausland verlagert. Aber die Dollars, die dort ausgegeben werden, fliessen zurück und kreieren neue Jobs in den USA. Es gibt Verlierer. Das ist wahr. Aber es gibt ohne Zweifel auch Gewinner. Handelsrestriktionen transferieren einen Teil der US Jobs - neue Jobs in Export orientierten Industrien, oder Industrien die von ausländischen Investitionen profitieren - zu andern US-Werktätigen in alten Tätigkeiten ('old jobs'). Hier gibt es Effizienzverluste, welche dazu führen, dass US-Amerikaner für Güter mehr bezahlen müssen.

Frage: Was für andere Wege gibt es, die Immigration in die USA zu reduzieren (wenn das das Ziel sein sollte)?

Antwort: Unterstützung der Länder, damit diese so friedlich und erfolgreich wie möglich leben können. Die Kosten einer nutzlosen Auslandpolitik bestehen nicht nur im Ruin von Leben und Ländern, Flüchlingen die an unsere und europäische Pforten herangespült werden, sondern auch in Wahlen und politischen Veränderungen.

(An Ökonomen: Bitte um Verzeihung für den unscharfen Begriff 'Jobs kreieren'. Im Interesse der Kommunikation an Nicht-Ökonomen wissen Sie, was ich meine: Schaffung von Erwerbsmöglichkeiten (Löhnen), neue Gelegenheiten und Firmen etc.)


Neues Zinsregime nach 35 Jahren sinkender Zinsen in USA

Die USA nähern sich einem Zustand der Vollbeschäftigung. Man mag vom neuen President-Elect halten was man will; im Zweifel entsprechen seine wirtschaftspolitischen Massnahmen - Steuersenkungen und Infrastrukturausgaben - einem Fiskalimpuls und werden leicht bis mässig positive Effekte auf die Wachstumsraten ausüben.

Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird die US-Zentralbank FED zurückhaltend weitere Zinsschritte nach oben ankündigen. Darauf haben sich die Märkte eingestellt. Nicht nur der FED-Zins ist gestiegen, sondern auch die Renditen sämtlicher längerfristiger Zinsen.

Neues Zinsregime nach 35 Jahren sinkender Zinsen in USA

EU Trilemma

In der neuesten Finanz und Wirtschaft (11.1.17) nimmt Werner Sinn, vormaliger Präsident des Ifo-Institutes in München, pointiert Stellung. Die EU sei in einer existentiellen Krise.

Er verortet ein Trilemma europäischer Ziele. Eines der drei Ziele in Europa -  Sozialstaatlichkeit, Personenfreizügigkeit oder die vollständige Integration der EU-Migranten in das Sozialsystem des Gastlands - müsse weichen.

EU Trilemma