BLOG

Frankreich hat gewählt

Frankreichs neuer Präsident Macron fängt seine Regierungszeit mit einer absoluten Parlaments-Mehrheit seiner Partei La République en marche über 310 von 577 Sitzen an. Diese Wahl ist ihm und den Franzosen zu gönnen. Die Erwartungen sind hoch; die Herausforderungen immens.

Frankreich ist von einem starken Zentralismus geprägt, im Gegensatz zu eher föderalistischen Strukturen in Deutschland oder gar der Schweiz. Macron ist ein Enarch, also ein Absolvent der politischen Kaderschmiede École National d'Administration ENA.

Frankreich hat gewählt

Aktien Europa mit deutlichem Aufholpotential

Attraktive Bewertung Aktien Europa

Die unterschiedliche Wirtschaftsentwicklung zwischen den USA und Europa seit der Finanzkrise hat auch auf den beiden Aktienmärkten deutliche Spuren hinterlassen. So sind die europäischen Aktien im Vergleich zu den amerikanischen Aktien so billig wie sie es seit den letzten 20 Jahren nicht mehr waren. Betrachtet  man das Preis / Buchwert Verhältnis (ein typisches Kriterium für die Werthaltigkeit einer Unternehmung), so stellt man fest, dass Europas Bewertung (rote Linie) deutlich mehr als eine Standardabweichung (unterste blau gestrichelte Linie) unter dem langjährigen Durchschnittswert (mittlere blaue Linie) liegt.

Allerdings hat das Preis/Buchwert Verhältnis seit der Finanzkrise an Bedeutung eingebüsst, als die Investoren realisierten, dass der Buchwert für viele Firmen aus dem Finanzsektor einer Überprüfung nicht standgehalten hat. Daher verwenden wir bei Swiss Rock lieber das Verhältnis von Unternehmenswert (Marktwert der Fima und Schulden) zum Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT), um die Werthaltigkeit einer Firma zu beurteilen. Auch dieses Verhältnis zeigt im langfristigen Vergleich einen deutlichen Bewertungsvorteil zugunsten Europas.

Diese kurze Analyse zeigt, dass in Europa seit Januar 2016 die Kurse im Vergleich zu den Gewinnen deutlich weniger stark gestiegen sind als in den USA. Anders formuliert: Europa hat deutliches Aufholpotential.


Unsicherheit beeinflusst US-Wachstum

Unsicherheit beeinflusst US-Wachstum

Die Unsicherheit über die zukünftige Wirtschaftspolitik der Administration Trump kann zu einem relevanten Faktor für das zukünftige Wirtschaftswachstum der USA  werden. Während die Administration Obama und auch jene von George W. Bush jeweils im Februar nach ihrer Wahl ihren Wirtschaftsplan vorlegten, ist von Seiten Trumps immer noch nichts Verwertbares zu hören.

Sowohl das Federal Open Market Committee wie auch der IMF haben verschiedentlich darauf hingewiesen, dass Ungewissheit über die Steuer-, Regulierungs- und Geldpolitik das Wirtschaftswachstum massgeblich verlangsamen.

Die Graphik zeigt den Zusammenhang zwischen politischer Unsicherheit (Quelle: Baker, Bloom und Davis, „Daily news-based Economic uncertainty Index“, inverse Skala) und der Veränderung des Wirtschaftswachstums, ausgedrückt als Abweichung vom Trend. Dieser Index (grüne Kurve) misst die politische Unsicherheit anhand der Häufigkeit gewisser Wörter in hunderten von US Publikationen und wird seit 1985 erfasst.  Die rote Linie ist die Abweichung des vierteljährlichen realen Wachstums des Bruttosozialproduktes der USA vom Trendwachstum. Der Zusammenhang ist augenscheinlich.

Wenn die neue US Administration keinen austarierten und finanzierbaren Wirtschaftsplan vorlegt, kann sich das US Wachstum in den nächsten Monaten verlangsamen. Die Euphorie um Trump und sein wirtschaftliches Impulsprogramm würde dann verfliegen und die anzunehmenden 2-3 Zinsschritte wären nicht mehr realistisch.


Benachrichtigung

Benachrichtigung bei neuen Blog-Artikeln

Hier finden Sie unsere Datenschutzhinweise.