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Restriktive Geldpolitik: Gegenwind für die Schwellenländer?

Zentralbankpolitik mit wenig Einfluss auf Schwellenländer

Die US-Notenbank, die Europäische Zentralbank und die Bank of Japan haben die Ausweitung der Geldmenge gestoppt. Daran besteht wenig Zweifel. Die zukünftige Straffung der Geldpolitik wird folgen. Das Tempo der Anpassungen ist aber ungewiss. Können die Märkte der Schwellenländer auch dann gedeihen, wenn sich die globalen monetären Bedingungen verschärften? Ist jetzt der richtige Moment, in die Schwellenmärkte zu investieren?

Es besteht kein Zweifel, dass die Zentralbanken nach 2008 in der Bekämpfung der Krise die kurzfristigen Zinsen aggressiv auf historische Tiefststände senkten. Weniger klar ist hingegen, welche Auswirkungen diese Massnahmen auf die globalen monetären Bedingungen hatte. Man könnte argumentieren, dass die geldpolitischen Bedingungen in der Phase nach der Finanzkrise restriktiver waren als vorher. Gemessen am globalen Geldmengenaggregat M3, wie es von der OECD erfasst wird, war das Geldmengenwachstum nach dem Ende der Krise von 2010 bis 2017 durchschnittlich 6.6% pro Jahr, verglichen mit einem annualisierten Wachstum von 12.5% zwischen 2000 und 2006.

Wo wurde all das Geld, welches nach der Finanzkrise von den Zentralbanken kreiert wurde investiert? So wichtig die Zentralbanken bei der Bestimmung der globalen monetären Rahmenbedingungen auch sein mögen, sie steuern nur „Reserve-Geld“. Es sind die Geschäftsbanken, welche die Kredite vergeben. Nach der Finanzkrise waren es die Geschäftsbanken, deren Kreditbücher massiv schrumpften. Zentralbanken haben nur die Lücke gefüllt, die von Geschäftsbanken geschaffen wurde. Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich führt Statistiken zu den Auslandsforderungen (foreign claims) aller Geschäftsbanken (Quelle: BIS, Foreign claims - immediate counterparty basis -, by nationality of reporting bank).

Restriktive Geldpolitik: Gegenwind für die Schwellenländer?

Zölle und Handelstarife

T-Shirt Ökonomie und Handelstarife

Manch einer mag sich über das «Wie-Du-mir-so-ich-Dir» im vom US-Präsidenten angezettelten Handelskonflikt wundern. Droht wirklich ein Handelskrieg und haben die Börsen ggü. des bisherigen Jahreshochs deswegen 8% nach unten korrigiert?

Der ökonomische Nobelpreisträger Krugman hält in der New York Times (4.4.2018) maliziös fest: „One good answer is, that’s a stupid question”. Man solle bei Diskussionen des Aktienmarktes immer folgende drei Regeln im Auge behalten: 1.) der Aktienmarkt ist nicht die Ökonomie, 2.) der Aktienmarkt ist nicht die Ökonomie und 3.) der Aktienmarkt ist nicht die Ökonomie. Die Bewegungen von Aktienmärkten könnten vielfältigste Begründungen oder gar keine haben.

Zölle und Handelstarife

Erhöhung Lebensstandard für viele Amerikaner eine Illusion

13 Fakten über Lohnwachstum in den USA

The Hamilton Project, ein Think-Tank der Brookings Institution, hat  jüngst zum US-Lohnwachstum der letzten 4 Jahrzehnte den aufschlussreichen Artikel "Thirteen Facts about Wage Growth" publiziert.

Der amerikanische Traum, dass es jeder Generation besser geht als der Elterngeneration, ist angeschlagen. Inflationsbereinigt liegen die Löhne gerade einmal 10 Prozent höher als 1973, eine Lohnwachstumsrate von mageren 0.2%.

Was sind die ökonomischen Gesetze, welche den Lohn eines typischen Arbeiters beeinflussen? Im Grundsatz spielen 3 Kräfte eine Rolle:

  1. Produktivität eines Arbeiters: diese wiederum hängt ab vom eingesetzten Human- und Produktionskapital sowie der Effizienz mit welcher diese Kapitalformen eingesetzt werden
  2. Anteil des Volkseinkommens, welches in Form von Löhnen ausbezahlt wird
  3. Aufteilung der Arbeitsentschädigung auf Lohn und Lohnnebenkosten (u.a. Gesundheitsausgaben, welche in den USA vom Arbeitgeber (mit-) bezahlt werden)

Reale Stundenlöhne USA, 1973 - 2017

Erhöhung Lebensstandard für viele Amerikaner eine Illusion

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