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EU Trilemma

EU Trilemma

In der neuesten Finanz und Wirtschaft (11.1.17) nimmt Werner Sinn, vormaliger Präsident des Ifo-Institutes in München, pointiert Stellung. Die EU sei in einer existentiellen Krise.

Er verortet ein Trilemma europäischer Ziele. Eines der drei Ziele in Europa -  Sozialstaatlichkeit, Personenfreizügigkeit oder die vollständige Integration der EU-Migranten in das Sozialsystem des Gastlands - müsse weichen.

Sozialstaaten locken Armutsmigranten an und werden finanziell immer stärker belastet.

Die Einführung des Euro habe die südlichen Länder in eine Kreditblase getrieben. Nach dem Platzen ist die Arbeitslosigkeit enorm. Es brauche eine atmende Währungsunion, worin Aus- und Eintritte möglich sein sollten. Länder, deren Wettbewerbsfähigkeit unzureichend ist, müssen austreten können, um durch eine Abwertung billiger zu werden.

Die starke Migration sei ein Anzeichen sicherheitspolitischer Handlungsunfähigkeit an den Aussengrenzen Europas.

Darüber hinaus betreibe die EZB eine masslose Rettungspolitik für überschuldete Länder Südeuropas, die als Geldpolitik kaschiert werde und den Mastrichter Vertrag mit Füssen trete. Die EZB nähme die Steuerzahler der gesunden Euroländer ungefragt und ohne Beteiligung der Parlamente in die Haftung

In seinem neuesten Buch «Der Schwarze Juni» schlägt er 15 Massnahmen vor, wie die Neugründung Europas gelingen könnte.

Werner Sinn formuliert nicht nur pointiert. Neben enzyklopädischem Wissen und enormem Einordnungsvermögen ist er einer der lesbarsten deutschen Wirtschaftsforscher überhaupt.

 

 

 

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