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Schweizer Nebenwerte
ein «Comeback»?

Dr. René Dubacher

Dr. René Dubacher


Ökonomie Finanzmärkte Lesenswertes

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Schweizer Nebenwerte haben seit Beginn der 2000er‑Jahre kumuliert 263 % besser abgeschnitten als die Standardwerte des Swiss Market Index (SMI TR). In den vergangenen Jahren wurde diese Outperformance jedoch durch den weltweiten Aufstieg von Mega‑Cap‑Technologieunternehmen, sowie durch ein insgesamt unsicheres Marktumfeld gebremst.

Schweizer Nebenwerte haben seit Beginn der 2000er‑Jahre kumuliert 263 % besser abgeschnitten als die Standardwerte des Swiss Market Index (SMI TR). In den vergangenen Jahren wurde diese Outperformance jedoch durch den weltweiten Aufstieg von Mega‑Cap‑Technologieunternehmen, sowie durch ein insgesamt unsicheres Marktumfeld gebremst.

Mit einer sich aufhellenden makroökonomischen Lage und unterstützenden politischen Rahmenbedingungen könnte sich die Marktführerschaft jedoch wieder breiter aufstellen – zugunsten der Schweizer Nebenwerte (Mid- und Small Caps), die zusätzlich durch attraktive Bewertungen und eine erwartete Erholung des Gewinnwachstums überzeugen.

Graphik1: Performance der SPIex und SMI (TR) Indices seit dem Jahr 2000

Aufhellende Makroperspektiven stärken Mid&Small‑Caps

Eine Kombination aus makroökonomischen Unsicherheiten, hartnäckigem Inflationsdruck und wiederkehrenden Rezessionssorgen hat dazu geführt, dass Mid‑Caps seit der COVID‑19‑Pandemie nur phasenweise eine Outperformance gegenüber Large Caps erzielen konnten, während zusätzliche handelspolitische Spannungen das Marktumfeld belasteten und die Risikoaversion der Anleger weiter erhöhten. Inzwischen deutet jedoch eine Reihe von Faktoren auf eine deutliche Verbesserung der Rahmenbedingungen hin, da fiskalische Impulse in den USA und Europa zunehmend unterstützend wirken. 

In den USA stärkt das «One Big Beautiful Bill»-Gesetz mit umfangreichen steuerlichen Anreizen sowohl den Konsum, als auch die Unternehmensinvestitionen und damit die Binnennachfrage. Auch Europa erhält im Jahr 2026 konjunkturellen Rückenwind. Insbesondere durch das grosse deutsche Konjunkturpaket mit einem 500‑Mrd.-€‑Infrastrukturfonds und höheren Verteidigungsausgaben, sowie durch das NextGenerationEU‑Programm, das das Wachstum im Euro‑Raum 2025–2026 schätzungsweise um 0,2 Prozentpunkte anheben dürfte und seinen Fokus auf Verteidigung, grüne Transformation und Digitalisierung legt. Aus Schweizer Perspektive entsteht damit zunehmend ein Umfeld, das Züge eines «Goldilocks‑Szenarios» trägt: eine konjunkturelle Beschleunigung, begleitet von stabileren politischen Rahmenbedingungen und begrenzten systemischen Risiken, was wiederum eine breitere Marktführerschaft begünstigt und insbesondere zyklische Mid‑ und Small‑Cap‑Titel unterstützt, die derzeit mit attraktiven Bewertungen und einer absehbaren Erholung des Gewinnwachstums überzeugen.

Graphik 2: Erwartetes Gewinnwachstum in %

Ein günstiger Einstiegszeitpunkt?

Graphik 3: Rollende Renditen für 12 Monate

Seit Beginn der 2000er‑Jahre hat der SPIex Index den SMI (TR) kumuliert um 263% übertroffen. Die rollierende 12‑Monats‑Outperformance lag im Durchschnitt bei 2.3% und macht die Schweizer Nebenwerte damit zu einem attraktiven Baustein für langfristig orientierte Anleger, die sowohl Renditepotenzial als auch Diversifikation suchen. Vor dem Hintergrund einer sich beschleunigenden Wachstumsdynamik, zunehmend unterstützender wirtschaftspolitischer Massnahmen und abnehmender Unsicherheit deutet die jüngste Phase der 12‑Monats‑Performance – aktuell beim historischen Mittelwert – darauf hin, dass eine Bodenbildung erfolgt sein könnte. Aus unserer Sicht spricht dies für einen potenziell attraktiven Zeitpunkt die Allokation wieder zu erhöhen.

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